Metalheads against Racism Vol. 3 – DIF 2014

Beim Metalheads against Racism war „Laut gegen Rechts“ bereits zum dritten Mal das Wort zum DIF-Sonntag. Mitgegrowlt, -gethrasht und gemosht haben u.a. MORTAL STRIKE, DURKHEIM, PURIFY, EMILY’S BLEEDING, uvm.

MORTAL STRIKE @ Metalheads Against Racism Vol. 3

An der vordersten Front mit dabei waren natürlich wieder Max von DURKHEIM und Chrir von MORTAL STRIKE, die erneut für das sagenhafte Lineup beim Metalheads against Racism verantwortlich waren. Neben ihren beiden Bands gab es auch diesmal wieder einiges für die Ohren und Augen …

SO FAR FROM HOME & PROMETHEUS

PROMETHEUS @ Metalheads Against Racism Vol. 3

Das ganze Spektakel wurde souverän von den Jungs von SO FAR FROM HOME eröffnet. Das Alternative Rock-Gespann aus Graz ebnete schnell und lautstark den Weg für die kommenden Acts.

Nach den – verhältnismäßig – eher ruhigen Anfängen knallte mit PROMETHEUS sogleich das erste Brett ins Gesicht unbeteiligter Schaulustiger. Die Mischung aus Progressive- und Death Metal zielte aber klarerweise nicht auf das eher metalfremde Laufpublikum am Donauinselfest ab, sondern bot Unterhaltung höchster Güte für die Metalheads, die sich wissentlich vor der SJ-Bühne eingefunden hatten.

Und wer PROMETHEUS – mehr oder weniger – heil überstanden hatte, konnte sich auf weitere Breitseiten der Hard & Heavy-Fraktion freuen:

DURKHEIM

DURKHEIM @ Metalheads Against Racism Vol. 3

Wer als Black Metal-Band teils barfuß, durchwegs ohne Corpse Paint und dann auch noch VOR der Dämmerung auftritt, bricht klar mit Klischees. Dass dies zweifelsfrei eine gute und unterstützenswerte Sache ist, wurde bereits des Öfteren festgehalten. Am Metalheads against Racism war es daher nicht verwunderlich, dass auch zu der un-unchristlichen Zeit von 15:00 Uhr einige Black Metal-affine Zuhörer ihren Weg auf die Insel gefunden hatten.

PURIFY

PURIFY @ Metalheads Against Racism Vol. 3
Diese wahnsinnigen Thrasher aus Mainz hatten getrost sämtliche Schrauben in Deutschland gelassen und trumpften beim Metalheads against Racism mit knüppelndem Thrash Metal und einer kaputt-genialen Bühnenoptik auf. Klare Bandlogo-als-Tattoo-aufm-Arsch-Empfehlung für jeden Freund von donnernden Drums und gequälten Gitarren!

EMILY’S BLEEDING

EMILY'S BLEEDING @ Metalheads Against Racism Vol. 3

Die Helden der Stunde retteten als Headliner des Metalheads against Racism den Abend, indem sie als Ersatz für die unfallbedingt ausgefallenen DAYS OF LOSS einsprangen. Das Pendel der Wiener Neustädter schlug dabei konstant von Metalcore zu Hardcore und wieder zurück, mit Ausflügen in den melodischeren Bereich der jeweiligen Genres, bis hin zu gnadenlosen Screams und richtig dicken Blasts. Gut fürs Herz, gut fürs Hirn und das tägliche Workout konnte man wahlweise beim Headbangen oder Moshen absolvieren.

ENCLAVE + MORTAL STRIKE

ENCLAVE @ Metalheads Against Racism Vol. 3
Diese beiden Bands können sich unter dem Titel „Austrian Trash Command“ mehr als sehen lassen. Während der grüne Panzer mit neuen Songs und klaren Ansagen zum Festivalthema gewohnt überzeugte, konnte auch die gelbe Gefahr zum exzessiven Headbangen verleiten. Klassischer Thrash Metal vom Feinsten! Und auch die Kooperation beim TANKARD-Cover zu „Freibier“ passte natürlich wie der berühmte Popsch auf den Kübel.

Mortal Strike Setlist Donauinselfest 2014, Vienna, Austria 2014

CANNONBALL RIDE

CANNONBALL RIDE @ Metalheads Against Racism Vol. 3
Die fünf Jungs aus Oberösterreich sind hier ganz klar keine Unbekannten mehr. Und die Aufwärtstendenz, die der Metalcore-Zirkel seit Jahren nährt und pflegt scheint immer steiler zu werden. Kaum verwunderlich, denn – mittlerweile schon fast „Oldies“ – wie „Alea Iacta Est“ oder „Smoke & Mirrors“ zeugen von einer innovativen Songbasis und krallen sich dank der ansprechenden Melodien in den Gehörgängen fest. Zu dieser Mischung gesellt sich noch die spektakuläre Bühnenperformance und fertig ist der süchtig machende Metalcoremelange.

DARKFALL

DARKFALL @ Metalheads Against Racism Vol. 3

Ebenfalls in der thrashenden Death Metal-Ecke angesiedelt knüppelten die Leobener in die bereits klaffende Wunde, die MORTAL STRIKE, PURIFY und ENCLAVE hinterlassen hatten. „Schwester! Skalpell … Tupfer … Totenschein!“, denn nach DARKFALL wuchst kaum noch Gras auf der Insel.

LEGION OF BOKOR und ECLIPTICA

ECLIPTICA @ Metalheads Against Racism Vol. 3
Wie schon SO FAR FROM HOME divergierten die beiden Bands aus Wien vom vorherrschenden Thrash Metal/-core-Grundtenor der SJ-Bühne. LEGION OF BOKOR überzeugten mit schnörkellosem Hard Rock & Heavy Metal, ECLIPTICA setzten genau auf den anderen Trumpf und boten eine fantastische Show mit vielen Covereinlagen und dem nötigen Schöpfer Kitsch. Doch wie bereits die epische Power Metal-Brigade DRAGONY im Vorjahr beweisen konnten: Die Mischung macht’s!

Und gerade diese Genremischungen machen das Metalheads against Racism – neben dem politischen Faktor – zu einer fantastischen Institution in der heimischen Konzertszene. Das nächste MaR kommt bestimmt!

Übrigens: bei den Kollegen von MetalUnderground.at kommen demnächst Interviews mit allen Bands – Augen offenhalten!

Metalheads Against Racism: mittlerweile Tradition / Donauinselfest

Bedingt durch anderweitige Verpflichtungen gab es ja leider keine Fotos von der 2017er-Auflage des MARD - doch das soll natürlich nicht zur Regel werden und somit gibt es von der mittlerweile achten Auflage von dieser fantastischen Konzertreihe. Diesmal dabei: DRAGONY, MORTAL STRIKE, RICHTHAMMER, BOOGIE HAMMER und und und.

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DIE MILCH & VELVETREE im Down Under Aussie Pub

Da clashen die Cultures schon gscheid, wenn eine japanische Lolitaband mit einer österreichischen Lolita-Jazz-Band in einem Australier Pub die Bühne entert. So geschehen mit DIE MILCH und VELVETREE im "Snake Pit" des Down Under Aussie Pubs in Wien.

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AEONS OF ASHES EP Release Party / Frei:Raum St. Pölten

Zugegeben, St. Pölten ist weit davon entfernt meine Lieblingskonzertstadt zu sein - oder generell mein Lieblings-irgendwas - aber wenn AEONS OF ASHES zum Release-Tanz der neuen EP "Impatience" laden und dann noch Tirols feinste Thrasher SILIUS im Angebot haben, pilgert man natürlich gerne ins ferne Niederösterreich. (mehr …)
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15 Years of BLOODSUCKING ZOMBIES FROM OUTER SPACE / Arena Wien

15 Jahre ist es jetzt schon her, dass Österreichs grusligste, grausligste und lauteste Horrorkapelle der interplanetaren Krypta entstieg und zum ersten Mal an Hirnen zuzelte. Grund genug um sich selbst ein Denkmal zu setzen und die Arena Wien in Spinnweben und (Kunst?)Blut zu ertränken. (mehr …)
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Chords and Ink #17 – Dead Richy Gein

Bei Chords and Ink präsentieren fantastische Musiker die Tattoos, die ihnen am wichtigsten sind und erzählen die Geschichten dahinter.

Im Februar 2017 durfte ich einen fantastischen Musiker, Sänger und Menschen für Chords and Ink #17 interviewen. Dead Richy Gein von den BLOODSUCKING ZOMBIES FROM OUTER SPACE empfing mich bei sich zu Hause und präsentierte sich - und seine gigantische Horrorfilmsammlung - im besten Licht. Richy erklärte dabei, welchen Stellenwert ALICE COOPER und die Rebellion im Allgemeinen für ihn haben und warum er seit Jahr und Tag bei den selben Tätowierern ist. Über Richy Um Richy kommt man in der Wiener Szene eigentlich kaum herum. Wenn der "passionierte Horrorfilmsammler und Serienkiller...... -memorabiliafan" nicht gerade als Dead Richy Gein mit Bühnenlatex und Kunstblut im Gesicht die Bühnen Europas unsicher macht, sieht man ihn auch öfters mal als Aftershow-DJ oder "inkognito" auf diversen Underground-Gigs. Nebenbei zeigt er sich unter dem Pseudonym Gein GraveX auch verantwortlich für die Designs und Grafiken der BLOODSUCKING ZOMBIES FROM OUTER SPACE. Das Tattoo Richys Lieblingstattoo ist ein ALICE COOPER Tribute Sleeve, der seinen rechten Arm ziert. Das Tattoo besteht hauptsächlich aus einigen der Plattencovern, die für Richy besonders wichtig sind: Die Augen aus dem Gatefold von "Love It To Death", das abgewandelte Herz von "School's Out" samt Namen des offiziellen Fanclubs "Sick Things", daneben die Münzen/Engelsköpfe der "Billion Dollar Babies", abgeschlossen von der "Welcome To My Nightmare"-Spinne. Dass Richy hier ein ALICE COOPER Tattoo präsentiert, verwundert kaum, denn er ist schon seit frühen Kindheitstagen Hardcore-Fan des Schockrock-Meisters: "Ich kann mich erinnern, ich hab mit acht Jahren das erste Mal das Cover - da ist die 'Trash' rausgekommen - gesehen und gesagt: 'Ich muss die haben! Die will ich hören!'". Da es um die persönlichen Finanzen nicht sehr gut bestellt war wurde ein Komplize für diese Risikoinvestition gesucht und auch gefunden: Gemeinsam mit seinem Bruder kratzte Richy das nötige Taschengeld zusammen undlegte sich so seine erste COOPER-Platte zu. "Der arge Typ mit dem Totenkopf-T-Shirt und den Nieten auf der Lederjacke" hat Richy damals stark beeinflusst, denn für den Bub vom Land war die Platte "das Ärgste was wir überhaupt gekannt haben". [caption id="attachment_2947" align="alignright" width="400"] Dead Richy Gein vor seiner riesigen Horrorsammlung, die ohne ALICE COOPER wohl nie solche Ausmaße angenommen hätte.[/caption] Mit "Poison" dröhnte daheim auch gleich ein Song durch die Anlage des Papas, der Richy richtig geflasht hat. "Da war die Welt nicht mehr die selbe!" - ALICE COOPER verkörpert alles, was auch Richy seitdem begeistert. "Ich hab mich da irgendwie voll verbunden gefühlt. Er war das volle Idol bei allem und hat auch Horrorfilme empfohlen. Ich hab natürlich jeden Film sofort haben müssen." Richys Vater passte die neue Obsession des Jungen nicht so wirklich, denn er kannte den Herrn COOPER noch aus den Siebzigern und war fest überzeugt, dass sich Richy den Antichrist höchstpersönlich ins Haus geladen hatte. "[Papa] hat den Schmäh auch voll gefressen und hat wirklich geglaubt der [COOPER] ist jetzt der Böseste und der Satanist und was weiß ich... Und umso mehr hat es mir dann natürlich als Kind gefallen." - Für Richy war das die erste Rebellion, "aber auf eine leiwande Art". So überrascht es kaum, dass die Augen auf Richys Arm auch zu einen seiner ältesten Tattoos zählen. Einige Jahre später konnte sich der Sänger dann einen Traum erfüllen, als er mit seinen BLOODSUCKING ZOMBIES den Großmeister selbst supporten zu dürfen. Die Gelegenheit wurde natürlich sofort genutzt, um sich das Tattoo unterschreiben zu lassen, um es keine zwei Tage später mit Nadel und Tinte zu verewigen. "Wenn Du dann auf einmal wirklich vor dem Menschen stehst und er entpuppt sich nicht als Arsch, sondern ist genau so großartig, wie du es dir erhofft hast - und nimmt sich Zeit für dich! - kannst du die Woche danach nicht schlafen, weil du immer noch so voller Adrenalin bist." "Mehr Grund für ein Peckerl weiß ich nicht!" Ob ein Tätowierer bei der Umsetzung eines solchen Tattoos dann ein Künstler oder ein "reiner Handwerker" sein sollte, lässt sich für Richy nur schwer beantworten: "Schwierig. Ich würde ja gern sagen, dass es ein Künstler ist, der seine eigenen Sachen einarbeitet, aber das stimmt halt bei meinen Tattoos überhaupt nicht. Weil das waren alles klare Vorlagen, weil ich größten Teils Porträts habe." - und auch wenn man bei Bernie Luther, einem seiner Stammtätowierer, beispielsweise einen eigenen Stil erkennt, der Richy auch sehr gefällt, hat er nie großartig nach anderen Tätowierern gesucht. "Ich hab mich in dem Studio vom ersten Moment an wohl gefühlt und ich hab die gemocht und wir waren auf einer Wellenlänge. Da bin ich auch gar nicht mehr auf die Idee gekommen, mir wo anders hinzugehen." Tattoo-Artists: Bernie Luther, Tattoo Demon & Marco Atzeni, Chaos Demon Tattoo Danke an Richy für die Einladung, das kühle Bier, die Verstörung durch PUBLIC IMAGE LTD. und die tolle Geschichte hinter dem Tattoo! So schaut es aus, wenn die Leidenschaft zur Musik unter die Haut geht. Und natürlich auch ein großes Danke an meinen Voice-Activated-Lightstand/Assistenten Michi! Mehr von Chords and Ink. [gallery type='flickr' view='photosets' photoset_id='72157682715784342' columns='5' tag_mode='any' sort='date-posted-desc' ]
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Chords and Ink #16 – Max / Kjetter

Bei Chords and Ink präsentieren fantastische Musiker die Tattoos, die ihnen am wichtigsten sind und erzählen die Geschichten dahinter.

Mit Max a.k.a Kjetter von DURKHEIM stand im Dezember 2016 ein guter Freund und fantastischer Black Metal-Musiker vor meiner Kamera. Bei Chords and Ink #16 sprach Max über seine Kindheit in Afrika, seelische und körperliche Narben und chemische Formeln, die das Leben lebenswert machen. Max habe ich erstmals 2012 in der ((szene)) Wien kennengelernt, als er mit seiner Kombo DURKHEIM einen ihrer ersten Gigs als Support für EISREGEN absolvierte. Damals hielt er noch die Les Paul fest in der Hand, die er mittlerweile zugunsten seines Gesangs an seine Bandkollegen abgegeben hat. Nachdem 2015 endlich das Debutalbum "Dehumanization" rausgekommen ist, für das ich die Bandpics schießen durfte, und wir mal um mal den Chords and Ink-Termin verschieben mussten, stand Max schlussendlich in seinem Proberaum Rede und Antwort. Über Max Max ist ein heimatloser Wiener, der überall in der Welt aufgewachsen ist und von Deutschland über Afrika nach Österreich kam. In Wien wirkt(e) er in diversen Projekten mit, allen voran bei DURKHEIM und neuerdings auch bei einem Sideproject names F19.5, bei dem sich Max in die Stoner-Richtung weiterentwickeln und eine Mischung aus Kurt Cobains Endtagen und CHELSEA WOLFE ausleben will. Max' musikalisches Ziel bei all seinen Projekten ist, "dass die Musik irgendeinem 16jährigen genauso viel bedeutet, wie mir NAGELFAR mit 16 bedeutet hat.... einfach was, was einen berührt... Oh Gott, war das grad kitschig!" Das Tattoo Das Tattoo auf Max' linkem Oberarm stellt die chemische Formel für Diazepam dar, im Volksmund auch gern mal unter dem Markennamen Valium bekannt. Und da Max sich nie etwas tätowieren lassen würde, was keine Bedeutung hat, gibt es zu dem Tattoo natürlich eine Geschichte. Und diese beginnt, als Max' Vater beruflich nach Nigeria ziehen musste. Der Umzug in dieses von Unruhen geplagte Land hinterließ beim damals sechsjährigen Max tiefe psychische Narben: "Da hab ich viel Scheiße gesehen... also auf täglicher Basis Leichen. Ich hab mit acht Jahren gesehen, wie ein Mensch bei lebendigem Leibe verbrannt wurde. Den haben sie an einen Traktorreifen gefesselt, Benzin drüber geschüttet und angezündet. Dort war das alltäglich." Max begriff in diesem Alter jedoch noch nicht, was da genau passierte. Erst mit etwa Dreizehn, als Max und seine Familie bereits nach Südafrika weitergezogen war, verstand er mehr und mehr, was sich damals abgespielt hatte. "Das hat mich sehr mitgenommen. Ich wusste ja nix von Depressionen, posttraumatischen Stressstörungen. Wusste nix von psychischen Erkrankungen. Ich hab am Anfang nur ein Symptom gehabt, das nennt sich Depersonalisation. Das ist ein Gefühl, als ob du neben dir stehst..." Max' Eltern war zu dem Zeitpunkt nicht bewusst, was sich in dem Jungen abspielte und schoben es auf die Pubertät. Somit blieben diese Störungen großteils unbehandelt und Max musste sich langsam daran gewöhnen. "Als ich mit 17 dann nach Deutschland gezogen bin, habe ich zum ersten Mal professionelle Hilfe aufgesucht - zu dem Zeitpunkt hatte ich das also schon vier Jahre." - als der Psychiater diese Depersonalisation als Symptom einer Depression diagnostizierte, war das für Max recht unverständlich: "Ich war so 'what the fuck', ich bin doch nicht depressiv! Ich mein, ich war schon immer melancholisch angehaucht, aber doch nicht depressiv." Im Anschluss wurde Max also Valium zur Bekämpfung der Symptome verschrieben. "Das ist eine pinke Flauschewolke und macht alle Probleme weg. Mittlerweile bin ich so eingestellt, dass ich ein normales Leben führen kann. Ohne dem Zeug kannst du mich vergessen. Ich verkriech ich mich, niemand hört von mir." Zwischendurch versuchte Max immer wieder, die Dosis zu reduzieren, meint aber: "Bei den Benzodiazepinen, der Hauptgruppe des Medikaments, wirkt der Entzug ähnlich schrecklich, wie bei Heroin. Ich habs zwei mal geschafft, einen Entzug zu machen, aber ich bin immer wieder zurückgekommen, weil es mir ohne dem Medikament einfach scheiße geht." Dass es sich dabei um ein wenig gesundes Verhalten handelt, ist Max komplett klar. Darum ließ er sich die chemische Formel des Medikaments mit dem Zusatz "Never Stop The Madness" stechen, als Bezug zum eigenen Wahnsinn. "Ich find', das Leben ist wertvoller, wenn man es wenigstens auf Medikamenten genießen kann, als ohne Drogen und man ist andauernd kurz davor sich umzubringen." - also eigentlich ein doch recht positives Tattoo, "auch wenn's die meisten nicht so auffassen werden." Tattoo-Artist: Gaburella Max gebührt für seine brachiale Offenheit und ehrliche Geschichte ein riesengroßes Dankeschön! Sorry für das ständige Nachfragen, wann wir das Shooting endlich machen und die anschließende Wartezeit bis das Ergebnis endlich fertig war. [gallery type='flickr' view='photosets' photoset_id='72157685692455755' tag_mode='any' sort='date-posted-desc' ]
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Metalheads Against Racism: jetzt noch besser! / Donauinselfest

"Same procedure as last year?" - "Same procedure as EVERY year!" und somit war es auch klar, dass ich auch bei der mittlerweile 6. Auflage des wunderbaren Metalheads Against Racism auf der SJ-Bühne beim Donauinselfest dabei bin. Mitgemischt haben diesmal: SCHATTENLICHT, DAEDRIC TALES, DYSTRUST, TITAN KILLER, DARKFALL, TULSADOOM, UZZIEL, BOON und - wie sollte es anders sein - MORTAL STRIKE, die auch diesmal das MARD sicher durch den Sturm navigierten. (mehr …)
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Pfingsten, unser Lieblingsfest! Auch heuer / Pfingstspektakel 2017

Alle Jahre wieder finden sie satt: Europas schönstes, tollstes und bestestes Baseball- und Softballturnier, das Finkstonball Tournament, und Attnangs schönstes, tollstes und bestestes Absturz- und Musikfestival, das Pfingstspektakel. Dieses Jahr waren dabei: TERRORGRUPPE, V8 WANKERS, CHRISTOPH & LOLLO, THE LOCOS, TURBOBIER, Lokalmatadore wie die fast-schon-pragmatisierten WHAM BAM BODYSLAM, die heuer ihr 10jähriges feierten und Szenegrößen wie TEXTA und THE CREEPSHOW. (mehr …)
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Chords and Ink #18 – Dave Hause

Bei Chords and Ink präsentieren fantastische Musiker die Tattoos, die ihnen am wichtigsten sind und erzählen die Geschichten dahinter.

Für Chords and Ink #18 konnte ich im März 2017 die rauchige Stimme der Mittdreißiger-Depression, DAVE HAUSE, kurz vor seinem Auftritt in der Arena Wien über seine Tattoos ausfragen. Und dabei stellte sich wieder einmal heraus, dass die Geschichte und die Emotion hinter dem Tattoo oftmals mehr wiegt, als seine Größe, die Bedeutung oder die Kunstfertigkeit, mit der es gestochen wurde. Über Dave Hause Dave ist neben CHUCK RAGAN wohl eins der besten Aushängeschilder für emotionsgeladen Acoustic Folk/Punk mit rauher, rauchiger Stimme und dem sprichwörtlichen "heart on the sleeve". Als DAVE HAUSE & THE MERMAID machte er im März Halt in Wien um sein neues Album "Bury Me In Philly" zu promoten. Das Tattoo Das kleine und minimalistische Strich-Peckerl über Daves linkem Knöchel stellt einen Hotdog und einen Barbecue-Picknicktisch dar, wobei im Laufe des Interviews eine angeregte Diskussion zwischen Dave und seiner Tourbegleitung Tara entbrannte, ob es sich nun um einen Picknicktisch oder um einen Hotdog auf einem Kugelgriller handelt. Was auch immer es nun wirklich darstellen sollte, gestochen wurde es jedenfalls als eine Art Unfall von Daves gutem Freund Bryan Kienlen, seines Zeichens Bassist bei THE BOUNCING SOULS. "Er fing vor einigen Jahren mit dem Tätowieren an und wir waren bei einer Gartenparty und feierten 'Memorial Day'." Und wie es bei so einer Party eben ist, waren alle Beteiligten ziemlich besoffen, was sich dann in einem der ersten Tattoos äußerte, das Bryan jemals unter eine fremde Haut brachte. "Und er hat mitten im Tattoo auch was verbockt und meinte - sehr hörbar - 'Ooops'. Aber ich weiß eh nicht, was genau er verkackt hat, ich hab auch ein paar mal nachgesehen aber nichts gefunden." [caption id="attachment_2954" align="alignright" width="400"] "Ich bin alt, Mann. Ich geb einen Scheiß auf 'Bedeutung'!" - DAVE HAUSE über seinen Hotdog am Picknicktisch.[/caption] Die obligatorische Frage, ob es denn eine tiefere Bedeutung habe, quittierte Dave mit einem "ein Hotdog auf einem Picknicktisch?! Da kannst du gerne alles reininterpretieren, was du willst aber es war einfach ein lustiges Picknick". Für Dave verlieren die Tattoos mit ihrer Anzahl auch etwas an Bedeutung: "Ich mein, du hast Bedeutungen und Bedeutungen über Bedeutungen und nach einer Zeit bist du einfach nur mehr ein tätowierter Typ und holst dir deine 'Bedeutung' von anderen Stellen im Leben." Aber für Dave kommen auch neue Tattoos eher nicht mehr in Frage. Auch die Tätowierer-Subkultur hat sich für Dave verändert, seit er sich sein erstes Peckerl stechen ließ, doch der Hauptgrund ist simpler: "Es tut schweineweh und es ist teuer." - Zumal auch der rebellische Aspekt von Tätowierungen immer stärker verblasst: "Ich bin wahrscheinlich Teil des Problems. Es war mal so, dass sich Matrosen und Kriminelle und Häftlinge tätowieren ließen - also harte Motherfucker - und in den 1990ern haben wir uns stechen lassen. Wir waren nicht hart, wir wollten nur so aussehen. Jetzt hat jedes Kind mit 200 Dollar in der Tasche und einer schlechten Idee hat ein verfickt riesiges Ding am Hals, das wie ein Rollkragenpullover oder sowas aussieht. Das macht dich nicht hart und hart sein ist auch nicht der Punkt!" Trotzdem war es für Daves Eltern ein ziemlicher Schock, als der Junge mit seinen ersten Tattoos heimkam. Daves Vater meinte schon, dass das Problem sei, dass Dave nie genug haben wird: "Erst willst du einen Ohrring und irgendwann wirst du voller Tattoos sein!" - und er behielt recht. Und für Dave haben trotzdem all seine Tattoos eine Daseinsberechtigung: "Es ist nett, eine schlechte Entscheidung zu treffen, die dann permanent ist." Tattoo-Artist: Bryan Kienlen, THE BOUNCING SOULS / Neptune Tattooville Mehr Tattoogeschichten bei Chords and Ink: Toschi findet auch, dass Tattoos sauweh tun. Für Ronny muss es auch kein Riesentattoo sein, um eine tiefgehende Bedeutung zu haben. Seuche ließ sich den ganzen Arm von einem Tattooanfänger verschönern und bereut es nicht. Thanks to Dave for doing the interview on such short notice and his awesome stories and thoughts regarding tattoos, meaning and being a compassionate fucker instead of a hard fucker! [gallery type='flickr' view='photosets' photoset_id='72157683236789133' tag_mode='any' sort='date-posted-desc' ]
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Der Balkan beginnt in Wien! / Venster 99

Österreich gilt ja seit langem als das Tor von West nach Ost und wieder retour. Dass sich auch musikalisch eine richtig herzerwärmende Plattform ins Leben rufen lässt, mit der Wien und der Balkan verbunden werden, zeigte Toschi von KRIEG DEN PALÄSTEN bei der fünften Ausgabe von "Balkan Pocinje u Bec" in der Petrischale des Wiener Untergrunds, dem Venster99. (mehr …)
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