THE REAL McKENZIES: Dudelsack & Hodensack

„Applauding an edlerly dude’s butt cheeks & ballsack isn’t normal, but on a REAL McKENZIES gig it is!“ – und damit wäre geklärt, was der Schotte von Welt unter seinem Kilt trägt. STEPHEN DANGER PRESCOTT und JACK DISCONNECT waren zum Glück etwas bedeckter.

THE REAL McKENZIES @ DasBACH

Aber jetzt mal ehrlich. Von der Leberzirrhose in Reinform namens Paul McKenzie erwartet man’s ja gar nicht anders. Der Kanadier und seine Truppe stehen immerhin seit Jahren für ausgelassene Feierlust und exzessive Konzertabende. Unvergessen bleibt der legendäre Auftritt in der Arena Wien 2010 mitsamt Massencrowdsurfingabtransport zu „Bugger Off“ und eineinhalbstündigem Dauerpogo.

Der Gig von damals ist wirklich schwer zu überbieten und so haben THE REAL McKENZIES vergangenen Donnerstag eindeutig ihre Meister gefunden: sich selbst. Dabei ist das Ganze klassisches Sudern auf höchstem Niveau. Das Bach war restlos ausverkauft und rammelvoll mit bekannten und geschätzten Gesichtern (Big up an Claus, Klaus und Csabi an dieser Stelle!) und restlos ausverkauft.

STEPHEN DANGER PRESCOTT @ DasBACH

Davon profitierte besonders Mr. STEPHEN DANGER PRESCOTT, seines Zeichens Säuferapostel und Schutzheiliger aller Trinker. Das lyrische Repertoire beschränkt sich zwar auf beschwipsende Genussmittel aller Art, dafür weiß die Onemanshow definitiv wie man mit trockenem, äußerst feuchtem Humor die Masse für sich gewinnt. Das verschmitzte Lausbubengrinsen hilft dabei natürlich enorm. Und die Publikumsmotivation „Drinking! Yeah!“ natürlich ebenso.

JACK DISCONNECT @ DasBACH

Auch JACK DISCONNECT – mit neuem Lineup unterwegs – konnten recht schnell recht gut zum Abshaken verleiten. Der Punkrock mit Highlandelementen kommt nach wie vor an und Neosänger Sven meisterte seinen Einstandsgig mit Bravour.

THE REAL McKENZIES @ DasBACH

Aber die klaren Helden des Abends waren trotz dieser 1A-Supportacts natürlich die Schotten aus Kanada. Wie bereits eingangs erwähnt konnten sie zwar ihren Gig vor vier Jahren nicht toppen – für einen garantierten Stockerlplatz auf der diesjährigen Top10-Liste reichts aber locker! Besondere Schmankerl waren dabei natürlich die Klöten von Herrn McKenzie, Mark „Bone“ Bolands skeptischer Blick und die Setlist die lediglich einen Wunsch offen ließ: „White Knuckle Ride“! Ansonsten war sie gespickt mit allen Hits und sämtlichen Singalongs, die die Band zu bieten hat. „Chip“, „Wild Mountain Thyme“, „Skeleton & the Tailor“ – Sie wünschen, sie spielten. Was natürlich für klatschnasse Fans sorgte, denn Schweiß und Bier lagen zu gleichen Teilen in der schneidbaren Luft. Nomen est omen also bei WET-Photographie!

Die Meute hat ebenfalls Blut geleckt und zählt schon die Tage bis zum nächsten THE REAL McKENZIES-Gig auf heimischen Boden.

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