Chords and Ink #11 – Andrew Vincze

Bei Chords and Ink präsentieren fantastische Musiker die Tattoos, die ihnen am wichtigsten sind und erzählen die Geschichten dahinter.

Andrew Vincze, Chefschreihals der wiener Thrasher-Kombo/PANTERA-Hulidger THIS IS RIOT, spricht bei Chords and Ink #11 über den "Gott der Götter", seine Piratenherkunft und was ihm bei einem Tätowierer wirklich wichtig ist.  Über Andrew Vincze Andrew kommt eigentlich aus Venezuela, hat sich aber in Wien niedergelassen, nachdem es ihn aus seinem vorherigen Umfeld weggezogen hat. Auf den Bühnen Wiens (und Umgebung) sieht man ihn als Sänger der PANTERA-Coverband THIS IS RIOT, bei der er regelmäßig die Sau rauslässt und jungen und junggebliebenen PANTERAfans hilft, die alten Hymnen wiederzubeleben. Das Tattoo Das Tattoo von Andrew besteht aus zwei Köpfen - Salvador Dalí und dem Piratenschädel von "Fluch der Karibik". Dalí ist für Andrew  der beste und größte Maler, der "Gott der Götter". Ihn beeindruckt die Art, mit der Dalí Farben und Formen einsetzte - außerdem liebt er den Schnurrbart des Meisters. Der Schädel hingegen ist für den gebürtigen Venezolaner ein Zeichen seiner Herkunft und seines kulturellen Erbes. Darum trägt Andrew unter dem Piratenschädel auch die Schriftrolle mit "HECHO EN VENEZUELA" - "Hergestellt in Venezuela". Bis jetzt sind die beiden Motive noch als einzelne Stücke sichtbar, jedoch plant Andrew noch einen vollen Sleeve daraus zu machen - unter anderem mit Werken von Dalí.

Bei der Auswahl seiner Tätowierer ist Andrew die Arbeitsweise der Künstler wichtig. Er bevorzugt schnelle, instinktive Vorgehensweisen und Freihandkünstler. Deswegen ist er auch überzeugt, dass man über Tattoos nicht zu viel nachdenken sollte: "You have to go with the flow"

Tattoo-Artist: Szabi, Retro Dragon Győr

Danke an Andy für das große Interesse an Chords and Ink und die superschnelle Zusage. Herr Vincze - ein Mann, ein Wort. Mehr von Chords and Ink.
Read More

MetalDays 2015 – fünf Tage Wahnsinn und ein Fazit

Im Schlepptau von DAEDRIC TALES hat es mich zu meinem ersten Festival außerhalb von Österreich verschlagen. Trotz unerträglicher Hitze war das MetalDays 2015 definitiv eine Reise wert und zählt ohne Frage zu den Perlen der europäischen Festivalszene! (mehr …)
Read More

Chords and Ink #10 – Marco Pogo

Bei Chords and Ink präsentieren fantastische Musiker die Tattoos, die ihnen am wichtigsten sind und erzählen die Geschichten dahinter.

Jubiläum bei Chords and Ink! Für den ersten zweistelligen Eintrag habe ich mich im verregneten Wien mit Marco Pogo von TURBOBIER getroffen. Vor seinem Auftritt in der Halbzeitshow beim Match Wiener Sportklub - Valencia CF hat Marco die Hosen runter gelassen und über Politiker mit Irokesen philosophiert. Über Marco Pogo Marco Pogo ist der Sänger der wiener Punkband TURBOBIER - wobei "Punk" ja nicht der richtige Ausdruck ist. Die Drangla-Kapelle macht nämlich laut Eigenangaben klassischen Irokesentango und so heißt auch ihr neues Album. Das Tattoo Das Tattoo ist das wichtigste Bandlogo von TURBOBIER und sieht lustigerweise, rein zufällig aus wie der wiener Bürgermeister Michael Häupl. Und das ist für Marco auch wichtig: es handelt sich nicht um ein Abbild von Michael Häupl, sondern um das Bandlogo von TURBOBIER. Ein politisches Statement steckt dabei ebenfalls nicht dahinter. Auch der rote Iro ist ein klares Unterscheidungsmerkmal zum zufälligen Lookalike-Bürgermeister - denn dafür, so schätzt Marco, hätte der echte Bürgermeister wohl zu spärlichen Haarwuchs. Ein bisschen ist das Tattoo dennoch eine Hommage an den Michl, denn für Marco könnte keiner ein passenderer Bürgermeister der Metropole Wien sein, als Herr Häupl - auch wenn man sich ab und zu nicht ganz einig ist über die politischen Entscheidungen. Auch die gemeinsame Vorliebe zu alkoholischen Getränken erweckt eine gewisse Sympathie: "Dass der Michi Häupl gern a mal a Glaserl Wein trinkt, darüber müss ma nicht diskutieren. Dass wir a gern a mal a Glaserl - vornehmlich - Bier zu uns nehmen, daraus mach ma a kan Hehl. So gesehen passt die Symbiose zwischen uns und ihm ganz gut." Abseits von Spaß und Alkohol steckt für Marco doch etwas mehr hinter dem Tattoo: Es ist das Zeichen eines Abschnitts in seinem Leben, ein metaphorisches Feierabendbier nach dem Zustandebringen von etwas, auf das man stolz sein kann. Und gerade bei solchen Tattoos gibt es für Marco keine Grenzen oder "eine 'Tattoopolizei', die dann sagt: 'Das kannst nicht machen!' - ich kann das!". Auf die Frage, ob Marco auch den Herrn Bürgermeister zu einem ähnlichen Tattoo überreden könnte, meinte er nur: "Ich glaube wir müssten nur einmal eine Nacht im Rathauskeller zusammensitzen und dann bin ich mir sicher, dass er mit einem Peckerl von mir aufwacht - mit Iro... und Sonnenbrille!" Tattoo-Artist: Louiza / Atelier Dunkelbunt im 5. Wiener Gemeindebezirk. "Eine sehr kompetente, trinkfeste Tätowiererin - so wie ich mir das vorstell'!", so Marco. Tausend Dank an Marco für die Regenfestigkeit und die Teilnahme an Chords and Ink! Mehr von Chords and Ink.
Read More

Chords and Ink #9 – Seuche

Bei Chords and Ink präsentieren fantastische Musiker die Tattoos, die ihnen am wichtigsten sind und erzählen die Geschichten dahinter.

Für Chords and Ink #9 stellte sich ein ganz besonderer Musiker zur Verfügung: Seuche, Sänger und Mastermind hinter FÄULNIS. Wir haben uns vor seinem Auftritt in den oberösterreichischen Bergen getroffen und uns mitten in der Botanik über seinen rechten Sleeve unterhalten. Über Seuche Seuche ist das Mastermind hinter dem deutschen Black Metal-Phänomen FÄULNIS, das sich kaum in Genrekisten pressen lässt. Dort ist er für den Gesang und den Großteil des Songwritings zuständig. Des weiteren ist er seit 2013 bei BLACKSHORE, einer Lübecker Black-/Thrash-Band als Bassist tätig. "Ein kleines Kontrastprogramm" zu FÄULNIS, meint Seuche. Das Tattoo Für Seuche ist sein gesamter rechter Arm als eine Einheit wichtig. Dabei hat er jedoch so gesehen kein Lieblingstattoo - jedes Teilstück hat seine eigene Geschichte. Die ersten Tattoos waren Baphomet und die Dame auf Schulter und Oberarm, die ihm 1998 ein Freund mit einem angespitzten Holzbohrer gestochen hatte. Seinen Unterarm stellte er einem weiteren Freund als Übungsfläche zur Verfügung - dementsprechend überarbeitungswürdig sind einige der Stellen. Verbesserungen will Seuche aber nicht, denn für ihn ist der Sleeve eine Erinnerung an eben jenen Freund, der sich vor einigen Jahren das Leben genommen hat. Daher sollen die einzelnen Stücke auch in diesem rohen Stadium bleiben - lediglich Kleinigkeiten, wie der Kopf von Nosferatu, wurden im Nachhinein etwas überarbeitet. Der MISFITS-Schädel auf Seuches Unterarm ist übrigens auch eine nette Erinnerung für ihn: er verbindet damit die Zeit in seiner ersten Band, einer MISFITS-Coverband. Für Seuche hatte ich dann auch noch eine kleine "Spezialfrage" im Gepäck: Viele der FÄULNIS-Fans lassen sich das Bandsymbol - ein durchgestrichener Pulsschlag, den Seuche ebenfalls auf seinem linken Handgelenk trägt - stechen und die Band veröffentlicht diese Fotozusendungen auch gerne auf Facebook. Was also bedeutet es für Seuche, wenn sich teils wildfremde Menschen einen "Teil von ihm" tätowieren lassen? "Ja das ist natürlich schon... ein komisches Gefühl. Also gerade wenn's dann noch weitergeht in die Richtung mit dem Geier; also der Geier mit dem Symbol zusammen. Ich find's vernünftig, dass wenn man sich was von einer Band tätowieren lässt, es dann auf so was hinausläuft - auf dieses symbolhafte, und nicht auf den Bandnamen. DAS fänd ich schon eher merkwürdig. Der Pulsschlag, da kann man dann eben immer noch sagen - beziehungsweise wird's auch so sein - dass derjenige, der sich's tätowieren lässt, eine bestimmte Verbindung dazu hat und das nicht rein bandbezogen sein muss. Ansonsten find' ich das grad für eine doch eher kleinere Band wie uns sehr merkwürdig, beziehungsweise... ja, kann man halt irgendwie schwer beschreiben. Natürlich kannst es rückgängig machen aber es ist eben nicht so einfach und wenn, dann auch mit ein bisschen Aufwand und Schmerzen verbunden es wieder rückgängig zu machen. Von daher kann es einfach mal so stehen lassen: das ist durchaus schon mal ein bisschen was Ewiges, weshalb wir das halt auch öffentlich ausstellen. Das hat für mich dann schon eine Bedeutung. Das fand ich dann doch sehr sehr erstaunlich - vor allen Dingen in der Anzahl. Dem wollt' ich auch Tribut zollen." Tattoo-Artist: zwei Freunde von Seuche. Herzlichen Dank an Seuche für die offenherzige Erklärung des Sleeves für Chords and Ink und das fantastische Shooting, welches leider unter etwas komplizierten Rahmenbedingungen stattfand! Mehr von Chords and Ink.
Read More

Chords and Ink #8 – Ronny Kandl

Bei Chords and Ink präsentieren fantastische Musiker die Tattoos, die ihnen am wichtigsten sind und erzählen die Geschichten dahinter.

Chords and Ink #8 geht mit Ronny Kandl von CATASTROFEAR an den Start. Im Rahmen des Metalheads Against Racism am Wiener Donauinselfest haben wir uns über sein Tattoo ausgetauscht. Über Ronny Ronny ist seit Jahresanfang einer der beiden neuen Gitarristen der wiener Old School Death Metal-Brigade CATASTROFEAR. Hauptberuflich ist er "seit gefühlten tausend Jahren" gelernter Starkstrommonteur - es könnte wohl keinen passenderen Beruf für einen E-Gitarren-Fanatiker geben - und kümmert sich abseits der Musik um seinen Hund und Garten. Und um seine bessere und schönere Hälfte, so Ronny. Das Tattoo Das Tattoo ist die Flagge vom vereinigten Königreich, gehalten als Black & Grey Arbeit. Darunter die Jahreszahl 2013. Zur Bedeutung des Tattoos meinte Ronny folgendes: "Jeder der tättowiert ist, weiß, dass hinter jedem noch so kleinen oder hässlichen Tattoo in irgendeiner Form eine Geschichte oder Erinnerung steht. Doch mit diesem verbinde ich viele aufregende, schöne Stunden und Tage. 2013 flogen wir mit der gesamten Familie nach London um den Geburtsort meiner Schwiegeroma zu besuchen. Doch es war ein erklärtes Ziel ein besonderes 'Souvenier' mit nach hause zu nehmen. Direkt nach der Ankunft habe ich dementsprechend Termine vereinbart. Das Motiv war für uns mehr oder weniger logisch. Am Tag nach dem Studiobesuch waren wir bei einem Konzert von EXODUS und SHRAPNEL im legendären Underworld in Camden. Sowohl die Location, als auch die Bands und das Publikum waren beeindruckend. Seitdem träume ich davon, dort aufzutreten. Dieses Tattoo ist für mich nicht nur die Erinnerung an einen tollen Urlaub, sondern auch an gute Musik, tolle Menschen, eine wundervolle Stadt und das Gefühl von 'hier gehören wir hin'." Tattoo-Artist: Adrian / Kings Cross Studio nahe dem bekannten Bahnhof Kings Cross Besten Dank an Ronny für diese detaillierte Beschreibung der Hintergrundgeschichte und für's Mitmachen bei Chords and Ink! Mehr von Chords and Ink.
Read More