Chords and Ink #18 – Dave Hause

Bei Chords and Ink präsentieren fantastische Musiker die Tattoos, die ihnen am wichtigsten sind und erzählen die Geschichten dahinter.

Für Chords and Ink #18 konnte ich im März 2017 die rauchige Stimme der Mittdreißiger-Depression, DAVE HAUSE, kurz vor seinem Auftritt in der Arena Wien über seine Tattoos ausfragen. Und dabei stellte sich wieder einmal heraus, dass die Geschichte und die Emotion hinter dem Tattoo oftmals mehr wiegt, als seine Größe, die Bedeutung oder die Kunstfertigkeit, mit der es gestochen wurde. Über Dave Hause Dave ist neben CHUCK RAGAN wohl eins der besten Aushängeschilder für emotionsgeladen Acoustic Folk/Punk mit rauher, rauchiger Stimme und dem sprichwörtlichen "heart on the sleeve". Als DAVE HAUSE & THE MERMAID machte er im März Halt in Wien um sein neues Album "Bury Me In Philly" zu promoten. Das Tattoo Das kleine und minimalistische Strich-Peckerl über Daves linkem Knöchel stellt einen Hotdog und einen Barbecue-Picknicktisch dar, wobei im Laufe des Interviews eine angeregte Diskussion zwischen Dave und seiner Tourbegleitung Tara entbrannte, ob es sich nun um einen Picknicktisch oder um einen Hotdog auf einem Kugelgriller handelt. Was auch immer es nun wirklich darstellen sollte, gestochen wurde es jedenfalls als eine Art Unfall von Daves gutem Freund Bryan Kienlen, seines Zeichens Bassist bei THE BOUNCING SOULS. "Er fing vor einigen Jahren mit dem Tätowieren an und wir waren bei einer Gartenparty und feierten 'Memorial Day'." Und wie es bei so einer Party eben ist, waren alle Beteiligten ziemlich besoffen, was sich dann in einem der ersten Tattoos äußerte, das Bryan jemals unter eine fremde Haut brachte. "Und er hat mitten im Tattoo auch was verbockt und meinte - sehr hörbar - 'Ooops'. Aber ich weiß eh nicht, was genau er verkackt hat, ich hab auch ein paar mal nachgesehen aber nichts gefunden." Die obligatorische Frage, ob es denn eine tiefere Bedeutung habe, quittierte Dave mit einem "ein Hotdog auf einem Picknicktisch?! Da kannst du gerne alles reininterpretieren, was du willst aber es war einfach ein lustiges Picknick". Für Dave verlieren die Tattoos mit ihrer Anzahl auch etwas an Bedeutung: "Ich mein, du hast Bedeutungen und Bedeutungen über Bedeutungen und nach einer Zeit bist du einfach nur mehr ein tätowierter Typ und holst dir deine 'Bedeutung' von anderen Stellen im Leben." Aber für Dave kommen auch neue Tattoos eher nicht mehr in Frage. Auch die Tätowierer-Subkultur hat sich für Dave verändert, seit er sich sein erstes Peckerl stechen ließ, doch der Hauptgrund ist simpler: "Es tut schweineweh und es ist teuer." - Zumal auch der rebellische Aspekt von Tätowierungen immer stärker verblasst: "Ich bin wahrscheinlich Teil des Problems. Es war mal so, dass sich Matrosen und Kriminelle und Häftlinge tätowieren ließen - also harte Motherfucker - und in den 1990ern haben wir uns stechen lassen. Wir waren nicht hart, wir wollten nur so aussehen. Jetzt hat jedes Kind mit 200 Dollar in der Tasche und einer schlechten Idee hat ein verfickt riesiges Ding am Hals, das wie ein Rollkragenpullover oder sowas aussieht. Das macht dich nicht hart und hart sein ist auch nicht der Punkt!" Trotzdem war es für Daves Eltern ein ziemlicher Schock, als der Junge mit seinen ersten Tattoos heimkam. Daves Vater meinte schon, dass das Problem sei, dass Dave nie genug haben wird: "Erst willst du einen Ohrring und irgendwann wirst du voller Tattoos sein!" - und er behielt recht. Und für Dave haben trotzdem all seine Tattoos eine Daseinsberechtigung: "Es ist nett, eine schlechte Entscheidung zu treffen, die dann permanent ist." Tattoo-Artist: Bryan Kienlen, THE BOUNCING SOULS / Neptune Tattooville Mehr Tattoogeschichten bei Chords and Ink: Toschi findet auch, dass Tattoos sauweh tun. Für Ronny muss es auch kein Riesentattoo sein, um eine tiefgehende Bedeutung zu haben. Seuche ließ sich den ganzen Arm von einem Tattooanfänger verschönern und bereut es nicht. Thanks to Dave for doing the interview on such short notice and his awesome stories and thoughts regarding tattoos, meaning and being a compassionate fucker instead of a hard fucker!
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Der Balkan beginnt in Wien! / Venster 99

Österreich gilt ja seit langem als das Tor von West nach Ost und wieder retour. Dass sich auch musikalisch eine richtig herzerwärmende Plattform ins Leben rufen lässt, mit der Wien und der Balkan verbunden werden, zeigte Toschi von KRIEG DEN PALÄSTEN bei der fünften Ausgabe von "Balkan Pocinje u Bec" in der Petrischale des Wiener Untergrunds, dem Venster99. (mehr …)
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DEALER’S CHOICE & BOOGIE HAMMER / DasBACH, Wien

Gestern war wieder mal Punk Rock im DasBACH angesagt und da ich dort hauptsächlich semi-privat war, gibt es ausnahmsweise mal keinen vollständigen Konzertbericht, sondern nur die Fotos von DEALER'S CHOICE und BOOGIE HAMMER. (mehr …)
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Chords and Ink #15 – Toschi

Bei Chords and Ink präsentieren fantastische Musiker die Tattoos, die ihnen am wichtigsten sind und erzählen die Geschichten dahinter.

Genau ein Jahr nachdem mit Claus Kaputto das erste Foto für Chords and Ink geschossen wurde, setzte sich im Februar 2016 ein Urgestein und bunter Hund der österreichischen Oi!- und Punkszene vor die Linse. Bei Chords and Ink #15 sprach Toschi von KRIEG DEN PALÄSTEN über seine Vergangenheit, Adam und Eva, dreckige Knasttattootricks und das Leben im Großen und Ganzen. Über Toschi und sein Leben Der nette Herr mit dem feschen Anzug und dem unverkennbaren Wiener Charme musste große Teile seiner jungen Jahre in den unwirtlichen Weiten des Burgenlands verbringen, wo ihn ein Schulfreund auf Punk aufmerksam machte. Mit 15 oder 16 wurde aus dem kleinen Toschi erstmals ein offizieller Krachmacher, als er als Sänger in die nicht sehr berühmten Schülerband TOFIX SAUSAGE, benannt nach dem herrlichen Tofix-Kloreiniger, einstieg. Die Grundvoraussetzungen dafür waren, dass Toschi ganz einfach der Älteste im Umfeld der Band war. Die am Konservatorium Eisenstadt von Toschi hart erkämpfte Ausbildung an der klassischen Gitarre war für die ersten Schritte im Rockstarleben eher nebensächlich. Die Leidenschaft zur Gitarre hatte für Toschi dennoch ein abruptes Ende, als der junge Punker sich beim Sturz durch eine Glasscheibe tiefe Sehnen- und Nervenschäden zuzog. Bass und Gitarre musste er somit bis auf weiteres an den Nagel hängen. Nach einem kurzen Spaß-Intermezzo in einer neuen Bandkombo, die eine "Mischung aus SEX PISTOLS und NAPALM DEATH" sein sollte, wurde es jedoch wieder ernst für Toschi. Ein alter Skinheadkumpel des lädierten Punkers steckte Stefan, dem Chef der Wiener Oi!-Ikone PANZERKNACKER, dass er eventuell jemanden kennen würde, der Gitarre spielen könnte. Nachdem Toschi unter den gnadenlosen Motivationsanrufen von Stefan nachgegeben hatte, war es dann so weit. Nach (mindestens) einem Bier im Proberaum und der Präsentation des Demotapes stand der neue PANZERKNACKER-Gitarrist fest. C-F-G Akkorde, laut und wild - Toschi hat's "gedaugt". Kritisch wurde die Erfolgsstory der PANZERKNACKER, als 1998 die zweite CD, "Erinnere Dich", samt berüchtigtem Walt-Disney-Coverartwork rauskam. Verprügeln von Goofey und Mickey, Donald mit dem Messer kitzeln, Tick, Trick und Track Pillen andrehen und Daisy eine Dopplerflasche zur rektalen Begutachtung überlassen - das findet man natürlich ziemlich witzig und scheit die logische Konsequenz zu sein, wenn die Häfenbrüder Entenhausens plötzlich Oi! für entdecken würden. Weniger lustig fand das natürlich Disney selbst und ging dazu über, die Band mit aller Wucht und Härte totzuklagen. Das war das vorläufige Ende der PANZERKNACKER. Nach diesem Ausflug in die Gerichtssäle Österreichs war es einige Zeit still um Toschi, bis sein Ex-Kollege Stefan meinte, wieder eine neue Band am Start zu haben. "Und ich komm in den Proberaum rein, im Black Lagoon, und sehe drei mir äußerst bekannte Gesichter. Stefan am Mikro, der Marius, ein Punk, am Bass und der XLarge-Harry hinter'm Schlagzeug." - Mit Toschi, Stefan und Harry standen also wieder drei ehemalige PANZERKNACKER im Proberaum; das daraus entstandene Kind wurde WIENS NO. 1 genannt und wuchs zum Aushängeschild der heimischen Skinheadszene heran. Für Toschi war die Nähe zur ehemaligen Band jedoch kein besonderer Ansporn und so blieb es für ihn bei einer Probe. Das änderte sich jedoch, als er während des CD-Release-Konzerts nach ein, zwei, vielen Bier überredet wurde, doch wieder aktiv zu werden. Ein für Toschi besonders wichtiges Anliegen war, gegen die in dieser Zeit vorherrschende Auslegung von "unpolitischem" Oi! - also "nach links spucken und nach rechts schleimen" - zu mobilisieren. Und das natürlich mit der naheliegendsten Waffe: mit WIENS NO. 1 sollte nach links gespuckt und nach rechts getreten werden. Die Sache mit dem Nach-rechts-treten wurde dann zum Knackpunkt der Band, als Stefan bei einem Track der Südtiroler Heimat-Berge-Alkohol-Kapelle FREI.WILD mitwirkte. Bereits lange vorher gab es - nach internen Diskussionen und einem Auftritt am Ehrlich & Laut Festival, bei dem FREI.WILD auch zugegen waren - die Entscheidung, nichts mit diesem "08-15 Reißbrettkommerz für verwirrte, post-pubertäre und sinnentleerte Pseudorebellen" anzufangen. Statt dem erwarteten Push, den diese Kollaboration bringen könnte, kam somit der Todesstoß für WIENS NO. 1 in dieser Besetzung. Lang konnte der Ex-Burgenländer im Anschluss natürlich nicht still sitzen und so schnappte er sich seine ehemaligen Bandkollegen - Marius, Rahmi, Frank - und hob mit ihnen die später als KRIEG DEN PALÄSTEN titulierte Lärmmaschinerie aus der Taufe. Statt auf Oi! setzte man diesmal auf Punk mit Keyboard, während Toschi mit seinem "richtig skinheadtypischen Hobby", Gedichteschreiben, für die lyrische Seite verantwortlich war. Nach ein paar Demoaufnahmen wurde Toschi bei einem Kurzbesuch beim Sänger der Kroatischen Hardcore-Band MOTUS VITA EST, Hogar, in Zagreb gleich zwangsverpflichtet, bei deren 25jährigem Bandjubiläum zu spielen. Ein Gentleman lässt sich natürlich mehr als einmal bitten und nach ein paar weiteren Überzeugungsversuchen musste binnen vier Monaten ein Bandname und ein halbstündiges Programm her. In feinster Punkermanier lieh man sich eine anarchistische Kampfphrase als Bandnamen aus und bastelte genug Material zusammen. Der Aufrtitt beim Bandjubiläum von MOTUS war für KRIEG DEN PALÄSTEN ein voller Erfolg, auch wenn die kroatischen Punks und Skins für die ausschließlich auf Wienerisch gesungenen Texte wohl sehr gerne Untertitel gehabt hätten. Zumindest die Liedertitel und Zwischenansagen konnte Toschi auf Kroatisch darbieten. Seit diesem ereignisreichen Abend läuft die Maschinerie KDP und kämpft sich wieder nach oben. Und wenn es mit dem Bandnamen mal nicht mehr passt, wird KDP einfach zu "Könige der Proleten" oder "Kaiser der Psychatrie" umgewidmet - wenn's nach Toschi geht. Das Tattoo Gestochen wurde das Tattoo von Chris, dem PANZERKNACKER-Bassisten aus Toschis Anfangstagen bei der Band. Die beiden kennen sich bereits aus der Schulzeit und Toschi durfte schon ein paar mal als Chris' Versuchskaninchen herhalten. So auch, als sich Chris ein neues Opfer für größere Tattoos suchte und Toschis Rücken dafür auserwählte. Die Frage nach dem Motiv gestaltete sich überraschend einfach, da Toschi nur ein paar Wochen davor eine alte Bibel im Familienfundus entdeckt. Die Holzschnitte darin und Toschis Interesse für Agnostizismus/Gnostizismus legten also den Grundstein für die Motivwahl: Der Baum der Erkenntnis mit vielen versteckten Details und Anspielungen auf Luziferanismus, dem in den Baum eingearbeiteten Tod, der apfelspendenden Schlange und den beiden ersten Menschen. Dazu kamen dann noch von Hieronymus Bosch inspirierte Motive und die Dualität von einer weiblichen Sonne und einem männlichen Mond. Umrandet und abgeschlossen wird das Motiv von zwei Wegen die, je nach Interpretation, aus der oder zur Hölle führen. Persönlich würde sich Toschi übrigens nie wieder den Rücken tätowieren lassen denn, "egal was die ganzen Hardcore-Affen sagen, es tut weh!". Auch wenn das Ergebnis und die Körpererfahrungen es definitiv wert waren. Und zum Glück ist der Buckel jetzt eh schon voll. Für den Wahlwiener hatten und haben Tattoos auch einen sehr unmittelbaren Einfluss auf sein Leben. Denn auch wenn ihm keine wahnsinnigen Nachteile daraus entstanden und "heutzutage eh jede Friseuse ein Panama City Nummernschildl oder einen Schlampenstempel hat - ein Arschgeweih, wie man so schön sagt", bereut er das ein oder andere Peckerl. Beispielsweise die taktisch schlecht platzierte Tätowierung auf seinen Fingern: Auf einer Skinhead-Party stand ein kleines Tuschefäßchen auf dem Tisch und in leicht illuminiertem Zustand ging man spaßeshalber eben gegenseitig mit Stecknadeln auf einander und sich selbst los. Nachdem am nächsten Morgen der Rausch verflogen war und noch immer das mehr schlecht als recht gestochene "SKIN" auf den Knöcheln prangten, griff Toschi tief in die "Häfnschmäh"-Trickkiste. Mit Milch stach er sich den Schriftzug nach. "Das entzündet sich furchtbar, aber die Farbe ist ausgebrochen" und von den Buchstaben sind nur noch leichte Schatten über. Also Kinder, lasst Euch nicht während dem Suff pecken, sonst muss Euch die Mama mit Milch nachtätowieren. Ob Haltbar- oder Vollmilch ist laut Toschi übrigens egal. Tattoo-Artist: Christoph, Black Lemon Tattoos Ein großes Danke an Toschi für diese extrem ausführliche Lebensgeschichte, die wunderbare Gesellschaft und die endlose Geduld, mit der er auf diesen Beitrag gewartet hat. Und auch ein großes Danke an Martin vom Venster99, dass wir seinen Punkrocktempel totblitzen durften! Mehr von Chords and Ink.
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Bierzelt-Bash: in gewohnter Frische mit AUTHORITY ZERO

AUTHORITY ZERO beim Bierzelt-Bash! Mit schlotternden Knien erinnern wir uns an die Erstausgabe vom Lederhosen-Punker-Treffen in St. Wolfgang. Eiskalt wars! Mit glasigen Augen erinnern wir uns an die zweite Ausgabe vom Lederhosen-Punker-Treffen in St. Wolfgang. Alkoholreich wars! Woran wir uns bei der dritten Ausgabe erinnern? An die Revolution unserer Jugend. (mehr …)
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Chords and Ink #12 – Philipp Eisl

Bei Chords and Ink präsentieren fantastische Musiker die Tattoos, die ihnen am wichtigsten sind und erzählen die Geschichten dahinter.

Philipp Eisl von THE FORUM WALTERS ließ sich für Chords and Ink #12 am Ufer des Attersees über sein erstes Tourtattoo ausquetschen. Heraus kam eine äußerst detaillierte Geschichte über die Höhen und Tiefen des Lebens "on the road". Über Philipp Eisl Philipp und seine markante Stimme kennt man in heimischen und internationalen Kreisen als Aushängeschild der Vöcklabrucker Punk-Helden THE FORUM WALTERS., bei denen er als Texter, Gitarrist und Sänger werkelt. Und möglicherweise kann man ihn in den kommenden Wochen, Monaten, Jahren in weiteren topgeheimen Projekten erleben, über die er aber aktuell noch nichts verraten möchte. Das Tattoo Philipps Tattoo - der Haifisch vor einem Steuerrad im Old School/American Stil - ist für ihn ein Reisetattoo. Er ließ es sich auf Tour in Holland, von niemand geringerem als Han von der niederländischen Oi!-Kultband EVIL CONDUCT in dessen "King of Kings"-Studio stechen. Für den Lederhosenpunker markierte das Tattoo einen Umbruch in der bisherigen Tattoogewohnheit, da ihm langsam aber sicher der Platz ausging und er sich nur noch Werke stechen lassen wollte, die eine ganz besondere Bedeutung für ihn haben. So entstand der Entschluss, sich Tourtätowierungen stechen zu lassen. Der Hai und das Steuerrad symbolisieren dabei das Meer und das Reisen und sind somit für den Sänger eine bildliche Metapher des Tourlebens. Und gerade dieses Tattoo ist eins von Philipps Lieblingsmotiven, da es ihn an eine schwierige, aber besondere Tour erinnert. Auf besagter Tour 2012 mit JOEY BRIGGS ging einiges schief: fünf Wochen lang führte sie die Tour über Österreich, Italien, Griechenland, Holland, Deutschland und Rumänien durch beinahe ganz Europa. Schon auf ersten Fahrt von Wien raus krachte dem Tourwagen ein anderes Auto hinten rein und ruinierte den Kofferraum, in Italien verlor JOEY seinen Ehering im Meer, während gleichzeitig das Auto aufgebrochen und den Musikern Laptops und eine Gitarre gestohlen wurde. Dass dann noch Bob, der Roadie von JOEY BRIGGS auf der Überfahrt von Italien nach Griechenland verloren ging, ist wohl eine Geschichte, die einen eigenen Artikel verdient... (keine Sorge, er wurde wieder gefunden - aber nicht auf der Fähre!). Zu guter Letzt wurden noch beinahe alle Deutschlandtermine gecancelt, weil rauskam, dass JOEY BRIGGS ein Scientologe ist. Alles in Allem also ein Beinahe-Desaster. Dennoch gab es auf der Tour ebenso viele Highlights - darum auch die bandintern Bezeichnung als "Rollercoaster-Tour".

Beim Tätowieren selbst ist dem Sänger die "Connection" zum Tätowierer wichtig. So kann Philipp beispielsweise nichts mit jemandem anfangen, der während der Sitzung kaum was redet. Darum fühlt er sich abseits vom Tourleben auch sehr bei Steve Little Fingers wohl, über den bereits Connie Dee bei Chords and Ink #6 in höchsten Tönen sprach. Die Wahl des Tätowierers in Holland war für Philipp bereits vorher klar, denn Han überzeugte mit seinem gekonnten Old School-Style, den Philipp wegen seinen zahlreichen anderen Tattoos in diesem Stil nicht mehr wechseln möchte. Zudem passt dieser Stil zu dem gewünschten Endeffekt:

"Für mich ist es wichtiger, dass ich mich an Geschichten, die ich erlebt habe erinnere, wenn ich in den Spiegel schaue. Und das funktioniert mit diesem Stil am Besten."

Tattoo-Artist: Han, King of Kings Tattoo

Vielen herzlichen Dank an Philipp, dass es nach unzähligen "aneinander-vorbei-renn"-Momenten endlich zum Shooting für Chords and Ink kam! Mehr von Chords and Ink.
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Chords and Ink #10 – Marco Pogo

Bei Chords and Ink präsentieren fantastische Musiker die Tattoos, die ihnen am wichtigsten sind und erzählen die Geschichten dahinter.

Jubiläum bei Chords and Ink! Für den ersten zweistelligen Eintrag habe ich mich im verregneten Wien mit Marco Pogo von TURBOBIER getroffen. Vor seinem Auftritt in der Halbzeitshow beim Match Wiener Sportklub - Valencia CF hat Marco die Hosen runter gelassen und über Politiker mit Irokesen philosophiert. Über Marco Pogo Marco Pogo ist der Sänger der wiener Punkband TURBOBIER - wobei "Punk" ja nicht der richtige Ausdruck ist. Die Drangla-Kapelle macht nämlich laut Eigenangaben klassischen Irokesentango und so heißt auch ihr neues Album. Das Tattoo Das Tattoo ist das wichtigste Bandlogo von TURBOBIER und sieht lustigerweise, rein zufällig aus wie der wiener Bürgermeister Michael Häupl. Und das ist für Marco auch wichtig: es handelt sich nicht um ein Abbild von Michael Häupl, sondern um das Bandlogo von TURBOBIER. Ein politisches Statement steckt dabei ebenfalls nicht dahinter. Auch der rote Iro ist ein klares Unterscheidungsmerkmal zum zufälligen Lookalike-Bürgermeister - denn dafür, so schätzt Marco, hätte der echte Bürgermeister wohl zu spärlichen Haarwuchs. Ein bisschen ist das Tattoo dennoch eine Hommage an den Michl, denn für Marco könnte keiner ein passenderer Bürgermeister der Metropole Wien sein, als Herr Häupl - auch wenn man sich ab und zu nicht ganz einig ist über die politischen Entscheidungen. Auch die gemeinsame Vorliebe zu alkoholischen Getränken erweckt eine gewisse Sympathie: "Dass der Michi Häupl gern a mal a Glaserl Wein trinkt, darüber müss ma nicht diskutieren. Dass wir a gern a mal a Glaserl - vornehmlich - Bier zu uns nehmen, daraus mach ma a kan Hehl. So gesehen passt die Symbiose zwischen uns und ihm ganz gut." Abseits von Spaß und Alkohol steckt für Marco doch etwas mehr hinter dem Tattoo: Es ist das Zeichen eines Abschnitts in seinem Leben, ein metaphorisches Feierabendbier nach dem Zustandebringen von etwas, auf das man stolz sein kann. Und gerade bei solchen Tattoos gibt es für Marco keine Grenzen oder "eine 'Tattoopolizei', die dann sagt: 'Das kannst nicht machen!' - ich kann das!". Auf die Frage, ob Marco auch den Herrn Bürgermeister zu einem ähnlichen Tattoo überreden könnte, meinte er nur: "Ich glaube wir müssten nur einmal eine Nacht im Rathauskeller zusammensitzen und dann bin ich mir sicher, dass er mit einem Peckerl von mir aufwacht - mit Iro... und Sonnenbrille!" Tattoo-Artist: Louiza / Atelier Dunkelbunt im 5. Wiener Gemeindebezirk. "Eine sehr kompetente, trinkfeste Tätowiererin - so wie ich mir das vorstell'!", so Marco. Tausend Dank an Marco für die Regenfestigkeit und die Teilnahme an Chords and Ink! Mehr von Chords and Ink.
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WHAM BAM BODYSLAM: Heimspiel / GEI

Nach über einem Jahr hat's mich endlich wieder mal zum Fotografieren ins GEI verschlagen. Alte Bekannte und neue Entdeckungen wurden dabei abgelichtet: WHAM BAM BODYSLAM, THE SENSITIVES und ALLDWAYS. (mehr …)
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THE REAL McKENZIES: Dudelsack & Hodensack

"Applauding an edlerly dude's butt cheeks & ballsack isn't normal, but on a REAL McKENZIES gig it is!" – und damit wäre geklärt, was der Schotte von Welt unter seinem Kilt trägt. STEPHEN DANGER PRESCOTT und JACK DISCONNECT waren zum Glück etwas bedeckter. (mehr …)
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Novarock 2014 – Knight Rider & IRON MAIDEN

Zum zehnjährigen Jubiläum des Novarock gab es neben dem Schwimmbojen-Model DAVID HASSELHOFF und Rockgöttern wie IRON MAIDEN, BLACK SABBATH und AMON AMARTH auch noch viele weitere Höhepunkte... (mehr …)
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